Kosten

23.7 Millionen Mark haben Hochbau- und Liegnschaftsverwaltung des Landes
seit 1989 für die Sanierung des Schlosses (ohne Kosten für die
Innenrenovierung der Schloßkirche) ausgegeben. In diesem Betrag sind die
Einrichtungskosten für das Museum - vier Millionen Mark - enthalten. Der gut
150 Jahre währende Niedergang der einstigen Residenz der Hoch- und
Deutschmeister, im Laufe der Zeit als Kaserne, Notunterkunft, Schule oder
Fabrik genutzt, hat damit ein Ende gefunden.
Die "große Museumslösung" konnte übrigens nur deshalb Wirklichkeit werden,
weil das Land vo rund 15 jahren kein Geld hatte, um bereits abgesegnete
andere Pläne umzusetzen. Kommunale Einrichtungen und ein gegenüber früheren
Zeiten erweiterte Ausstellung über den Deutschen Orden, hätten im Schloß
Platz finden sollen. Gravierende Veränderungen im Inneren des Gebäudes wären
dafür nötig gewesen. Doch 1984 wurde die Entscheidung revidiert und ein
Ausbau des Schlosses in zwei Schritten beschlossen. Der erste war im Herbst
1994 mit der Übergabe der Ausstellungsbereiche Stadtgeschichte, Adelsheim-
Sammlung und Puppenstubensammlung vollzogen. Mit der Eröffnung der Abteilung
üeber den Deutschen Orden verfügt Mergentheim nunmehr über das einzige
Museum im Land, das sich umfassend diesem Thema widmet. Erschlossen wird es
über einen Zugang neben dem Berwarttreppenturm, benannt nach dem Baumeister
einer der prächtigsten Wendeltreppen der Kunstgeschichte.