Geschichte des Schlosses

Das bedeutendste Zeugnis der Ordensgeschichte ist das Schloß selbst
Das Mergentheimer Schloß ist kein auf dem Reißbrett entstandenes
Gesamtkunstwerk, vor dem die Besucher ehrfürchtig verharren. Vielmehr ein Gebäudekomplex, der im Verlauf von rund acht Jahrhunderten durch An- und
Umbauten entstanden ist. Weil in der Vergangenheit immer nur einzelne
Bereiche an die sich wandelnden Ansprüche der Hausherren angepaßt wurden,
läßt sich an dem Bauwerk die Entwicklung von der mittelalterlichen Burg zu
einem Renaissancebau und schließlich zu einem barockisierten Schloß gut
ablesen. Nach der nunmehr abgeschlossenen grundlegenden Sanierung des
Schlosses, das den Hochmeistern des Deutschen Ordens drei Jahrhunderte lang
als Residenz diente (1527-1809), wird die Chronik durch ein neues Kapitel
ergänzt. Vom Frühjahr 1996 an dient der gesamte Gebäudekomplex als Museum:
Mit dem Aufgabenschwerpunkt, neben der Geschichte Bad Mergentheims und der
Region umfassend Kultur und Wirken des Deutschen Ordens von den Anfängen in
der Zeit der Kreuzzüge bis zur Gegenwart darzustellen. Das Schloß wird dabei
als wohl bedeutenstes Zeugnis der Ordensvergangenheit in der Region selbst
zu einem Exponat.
