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Als
Mainviereck wird die im Bereich des Main-Unterlaufs gelegene Region
zwischen Gemünden, Wertheim, Miltenberg und Aschaffenburg bezeichnet.
In dieser Gegend herrscht Buntsandstein vor. Die rötliche Farbe,
die dem Sandstein zu seinem Beinamen verhalf, stammt von eisenhaltigen
Bestandteilen her. Der Buntsandstein ist nahezu fossilienfrei.
Auch
hier ist der Weinbau von besonderer Bedeutung, bereits 777 wird
er urkundlich erwähnt. Karl der Große gilt als Begründer
der sogenannten Häckerwirtschaft (Heckenwirtschaft), Winzern
wurde damit erlaubt, einen Teil ihrer Erträge während
eines eng begrenzten Zeitraums im eigenen Gut auszuschenken. Dazu
gibt es eine kräftige Brotzeit.
Hier
am Südrand des Spessarts gibt es eine sehr abwechslungsreiche
Kulturlandschaft. Wer Burgen (Ruinen) und Fachwerk mag, kann hier
auf seine Kosten kommen. Und es wird viel gefeiert: Altstadtfest
Aschaffenburg, Mirabellenfest in Obernburg, Michaeliskirchweih in
Miltenberg, Laurenzimesse in Marktheidenfeld, die Spessartwoche
in Lohr und ein Weinfest nach dem anderen.
Am
Untermain reiht sich ebenso wie an Mosel, Neckar und Rhein eine
Burg an die andere: Ruine Klingenberg, Mildenburg, Ruine Freudenberg,
Burg Wertheim, Collenburg, Henneburg, Rothenfels, Ruine Schönrain,
Scherenburg. Ebenso zahlreich sind Klöster und Kirchen vertreten,
die aus den verschiedensten Gründen besuchenswert sind. Einige
dieser Orte werden im Bereich Fahrten
ausführlicher beschrieben.
An
der lokalen Geschichte kann sehr gut die Kleinstaaterei und ihre
Folgen studiert werden (im Zeitalter des zusammenwachsenden Europas
ist dies hochinteressant).
Südwestlich
von Miltenberg schließt sich der Odenwald an.
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