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Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Stamm Walther von der Vogelweide Würzburg und Estenfeld |
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Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Es hat seinen guten Grund, dass das Denkmal von Vadim Sidur gerade hier, vor der St. Johanniskirche seinen Platz gefunden hat. Beim Bombenangriff am 16. März wurde die alte Johanniskirche in Schutt und Asche gelegt. Nur der Turmstumpf blieb in einem qualmenden Trümmerfeld stehen. Gottesdienstliches Leben war hier an diesem Ort nicht mehr möglich. Bereits nach wenigen Jahren, nach ersten Gottesdiensten in der Kapelle des Luitpoldkrankenhauses und der eingerichteten Notkirche im Luisengarten, wuchs der Wunsch die St. Johanniskirche wieder aufzubauen. Dabei war von Anfang an geplant, ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen, dass mahnend an die Sinnlosigkeit des Krieges erinnert und zu einem Ort weist, an dem Frieden und Liebe erfahren werden kann. Johannes der Täufer, der prophetische Mahner wurde zu der einen Leitfigur unserer Kirche, Johannes der Evangelist, der in seinem Evangelium von der Liebe Gottes zu den Menschen erzählt und zu liebevollem Umgang miteinander einlädt, wurde die andere.
Wie Altes und Neues verbunden sind, lässt sich auch am Mauerwerk der St. Johanniskirche ablesen. Steine der alten Kirche sind mit neuen Steinen verbaut. Die Erinnerung soll wachgehalten werden für die Gegenwart und Zukunft. Wir als Kirchengemeinde verstehen das so, dass aus der Erinnerung an Schrecken und Krieg und Zerstörung für uns die Aufgabe erwächst, uns für den Frieden und die Versöhnung einzusetzen, wo dies von uns gefordert ist. Wir versuchen es in unseren Gottesdiensten und in unserem Gemeindeleben, in unserem Engagement für Alte und Einsame, für Arbeitslose und Obdachlose, für Menschen, denen das Geld zum leben fehlt und für Asylbewerber. Wir sind dankbar, dass das Nagelkreuz von heute an ein Jahr lang in unserer Kirche zu Hause sein wird. Es wird uns darin bestärken, weiter um Frieden und Versöhnung zu ringen. |
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