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Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Stamm Walther von der Vogelweide Würzburg und Estenfeld |
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Kanutour der Sippe Käuzchen und der Estenfelder am 23./24. Juli 2004: Wir haben's überlebt! (2/2) Als ich in Fahr anlangte, sah ich gleich reihenweise die Bewohner, mit Eimern bewaffnet, ihre Keller leeren. Die Sippe war beim Winzer in der Probierstube trocken untergebracht (-> vielen Dank an Reinhard!) und war froh, dass ich nass, aber heil wieder bei ihnen war. Wir beschlossen, die Nacht nicht im Lager zu verbringen und wichen nach Estenfeld ins Pfarrhaus aus (-> auch ein ganz großes Dankeschön nach Estenfeld!) Am Morgen starteten Frank und ich zu einer Erkundungstour zum Lagerplatz. Das Wasser war mittlerweile abgelaufen, die Zelte waren zumindest noch annähernd an dem Platz, wo wir sie am Abend zuvor aufgestellt hatten. Erstaunlicherweise gab es nur wenige Schäden, den größten Ärger hatten wir mit verdorbenen Lebensmitteln und feuchten (oder besser: verschlammten) Zelten, Schlafsäcken und Klamotten. Wir packten alles zusammen und ließen nur die Boote und Rettungswesten zurück. In Estenfeld säuberten wir gemeinsam das Material. Nach einem stärkenden Mittagessen entschlossen wir uns, zum Abschluß wenigstens einen Teil der Tour noch anzugehen. Also auf nach Fahr und in die Boote! Naja, nicht ganz so schnell ... Wir mußten ja erst die Boote "entwässern". War aber gleich eine gute Übung für die Sippe: Wie bekommt man ein gekentertes bzw. vollgelaufenes Boot wieder leer?
Dort zweigt der Mainkanal für die Berufsschifffahrt ab, daher ist ab hier auf dem Main eine (ziemlich) ungestörte Fahrt möglich. Unangenehm sind höchstens Sportbootfahrer oder, während der Woche, kreuzende Pontonbrücken oder Panzer beim Übungsplatz der Bundeswehr. O.k., über die 100-Mann-Flöße mit aufgebautem Dixi-Klo läßt sich auch streiten ;-) Gleich nach der Sportbootschleuse steuerten wir die Sandbank an und bestaunten die Wassermassen, die über das mittlere Wehr in den Main schossen. Hätten wir da mal genauer hingeschaut ... Das erste Boot, was sich wieder aufmachte, geriet in die Strömung und so machte Frank mit seiner Mannschaft auch noch eine Kenterung mit (Asche über mein Haupt: Das nächste Mal werde ich euch ein bißchen sanfter ins Fahrwasser schieben, versprochen!) Aber auch hier ging alles gut, sogar alle Vorräte wurden gerettet und so mußte niemand auf dem restlichen Weg bis Escherndorf hungern oder dürsten. An der Mainfähre angelangt zogen wir die Boote aus dem Wasser und nutzten die Zeit bis zur Abholung noch mit einigen Sprüngen ins Wasser. Fazit: Trotz Abbruch der Übernachtung auf dem Lagerplatz eine gelungene Tour! Noch im Wasser wurde lautstark eine Wiederholung verlangt, aber bitte gleich eine längere Kanuwanderung. Na gut, aber nach Möglichkeit ohne einen solchen Sturm. Einmal reicht!
Albas
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