Das Problemthema

Winterfütterung bei Vögeln

 

Kaum wird es draußen ein bißchen frostig schon sieht man sie allenthalben in den Büschen hängen - die ersten Meisenknödel! Kurze Zeit später stehen auf Balkonen und in den Gärten Vogelhäuschen und bieten den daheim gebliebenen Vögeln ein breites Spektrum an Körnern und anderer Nahrung.

 

Mit dieser Form der Fütterung in der Winterzeit begibt man sich jedoch ökologisch durchaus auf umstrittenes Gebiet. Denn trotz aller Fütterung erscheinen doch immer nur die gleichen zum Teil äußerst häufigen Arten und laben sich an dem dargebotenen Futter. Seltene und zum Teil bedrohte Arten lassen sich durch die Fütterung weder anlocken noch in ihrem Bestand erhalten. Gerade in unserem städtischen Bereich findet man hauptsächlich Amseln, Finken, Meisen und Spatzen, ab und zu vielleicht noch einen Kernbeißer oder auch einen Specht und als ungebetenen Gast vielleicht auch eine Taube. Diese Vögel sind an den Plätzen, an denen sie im Winter ordentlich zu Futtern bekommen dann auch im Frühjahr und Sommer fast immer anzutreffen.

 

Der Wert der Winterfütterung liegt daher weniger in der Form einer artenbewahrenden Maßnahme als im erzieherischen Bereich. Für viele Menschen ist die Winterfütterung von Vögeln eine seltene Gelegenheit, mit der Natur und insbesondere mit Vögeln in näheren Kontakt zu kommen. Gerade auch für Kinder sind die Vogelhäuschen die erste Form der Tierbeobachtung und so manches späteres ökologisches Gewissen hat seine Grundlage auf dieser Basis der Förderung des Umweltverständnisses.

Es ist jedoch völlig übertrieben, wenn bereits jetzt überall die Vogelhäuschen herausgekramt und mit Futter vollgestopft werden. Vier Punkte sollte man sich daher merken:

 

 

Wintergeeignetes Weichfutter kann auch leicht selbst hergestellt werden. Mit groben Haferflocken, die man in Speiseöl oder ungesalzener Margarine leicht erwärmt und so lange rührt, bis die Haferflocken das ganze Fett aufgesogen haben. Wenn die Masse dann abgekühlt ist hat man das wintergeeignete Weichfutter.

 

 

Wir wünschen allen Tierfreunden viel Spaß

mit ihren gefiederten Besuchern, mit der Bitte, die oben genannten

Grundsätze zu beachten.

(jm)

 

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